Die Geschichte des Knabstruppers
Von königlichen Gestüten und einer besonderen Stute.
1536 fielen durch eine Reform alle geistlichen Besitztümer an die Krone. König Frederik II. gründete auf dem Klostergestüt Esrom das Gestüt Frederiksborg. Unter Christian IV. entstand am Schloss Frederiksborg eine aussergewöhnliche Pracht – und dafür brauchte es prachtvolle Pferde.
Frederiksborger gelten als älteste Pferderasse Dänemarks. Sie vereinten Temperament, Zuverlässigkeit, Schönheit, hohe Gänge und Versammlungsfähigkeit. Um 1800 änderte sich das Zuchtziel; mehr Leichtigkeit, Eleganz und unauffällige Farben waren gefragt. Das Gestüt Frederiksborg erlosch 1840.
Major Villars Lunn übernahm 1798 das Gut Knabstrup und setzte Frederiksborgerstuten zur Bewahrung des bewährten Blutes ein. Eine aussergewöhnlich belastbare, melierte Tigerscheckstute – die Flaebehoppen – wurde zur Stammutter der Knabstrupperzucht auf Gut Knabstrup.
1812 wurde sie von einem isabellfarbenen Frederiksborger gedeckt. Ihr Sohn Flaebehingsten und später der Hengst Mikkel prägten die Zucht über viele Jahre.
1891 schlug während eines Gewitters der Blitz in den Stall von Gut Knabstrup ein. Nur wenige Tiere des alten Stammes konnten gerettet werden. Die Zucht wurde dennoch fortgeführt. Der 1897 geborene schwarzgetigerte Stamm und der Hengst Thor IV sicherten weiteren getigerten Nachwuchs.
Die Typen heute
Der barocke Typ ist die ursprüngliche Form: kompakt, kräftig, gut bemuskelt und meist zwischen 1,48 und 1,60 Meter gross. Der sportliche Typ entspricht stärker dem modernen Warmblut und wird häufig im Turniersport eingesetzt. Knabstrupper-Ponys bilden die kleinere Variante unter 1,48 Meter.
